Bevor ich mich der Erklärung der etwas kryptischen Überschrift widme, gibt es zunächst ein kleines Update bezüglich der Buchempfehlung des letzten Blog-Eintrages. Die vergangenen Tage - oder vielmehr die Bahnfahrten der vergangenen Tage - habe ich ausgiebig zum Lesen genutzt und tatsächlich ein ganzes Jahr voller Öko-Ideen mit der Autorin durchlebt. Glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht und das Buch blieb unterhaltsam bis zur letzten Seite. :)
Jetzt aber zu den Ziegen. Den Nougatziegen.
Am Wochenende war ich einen Tag lang mit einer illustren Geburtstagsgesellschaft im schönen Rostocker Stadtteil Warnemünde. Auch wenn das Wetter sich nicht so richtig entscheiden konnte, ob es uns fröhlich durch die Sonne schlendern oder hektisch durch den Regen laufen sehen wollte, haben sich der Rundgang durch die Stadt und die kleine Hafenfahrt doch gelohnt. Dass ich vom Warnemünder Strand mit Leuchtturm, Teepott und Strandkörben wieder mal begeistert war, ist eigentlich fast überflüssig zu erwähnen. Ganz unerwartet hingegen kam meine Café-Neuentdeckung, nämlich das Pauli in der Nähe der Kirche.
Nicht nur das Ambiente ist echt schön (modern, aber trotzdem klein und schnuckelig), sondern auch die Leute freundlich und das Angebot sehr interessant. Es gibt beispielsweise eine tolle Auswahl an Kuchen (der Schoko-Kaffee-Kuchen war lecker!), die üblichen Kaffeegetränke und auch so einige herzhafte Snacks. Mein persönliches Highlight jedoch war das Eis-Angebot. Und da kommen die Ziegen ins Spiel.
Dummerweise verblitzt. Stellt euch einfach vor, in der ersten Zeile stünde "Schokoeis Valrhona".
Von der interessanten Idee des Ziegenmilcheises und dessen etwas merkwürdigen Namen mal abgesehen... Auch wenn ich kein Veganer bin, wurde ich durch den gewissen NuS-Thread doch für gewisse Dinge sensibilisiert. Beim Anblick dieser Karte habe ich sozusagen gleich an alle nähenden Veganer mit grünem Bändchen an der Tasche gedacht, die an einem schönen Sommertag verzweifelt durch Warnemünde laufen und sich fragen, wo man um Himmels Willen hier veganes Eis bekommt. Jetzt wisst ihr es. Und allen Laktoseintoleranten sei versichert, dass die Nougatziege sehr yummy ist. ^^
Nicht so toll war es hingegen im "Herberts" am Alten Strom... Ja, auch hier ein nettes Ambiente, ein schöner Ausblick und eine feine Karte - aber an der Logistik hapert es offenbar gewaltig. Denn man hat mein Essen einfach mal so - vergessen. Nett. Während also 13 hungrige Münder losspachtelten und die Kellnerin hartnäckig davon überzeugt war, keinen Fehler gemacht zu haben, wartete ich auf meinen Rotbarsch und guckte den anderen beim Essen zu. Als diese dann so gut wie fertig waren, bekam ich mit einer laschen Entschuldigung endlich meinen Teller und futterte allein vor mich hin. Ich meine - Fehler können passieren, auch wenn mir etwas schleierhaft ist, wie in der Küche nicht auffallen konnte, dass man für 14 Personen nur 13 Gerichte zubereitet hat. Aber mir wäre das als Kellnerin doch wenigstens hochpeinlich gewesen. Als Chef hätte ich einen kleinen Gruß aus der Küche zur Entschuldigung kommen lassen. Aber so ist uns der Laden trotz des guten Essens eher negativ in Erinnerung geblieben.
So, und nun gehe ich die Blogeinträge der letzten Tage lesen, die ich während meines verlängerten Wochenendes verpasst habe. :)