Mir schwant Böses. Ich habe sie gesehen - die todbringende Schnecke of Doom. Ich bin mir sicher. Und damit ist nicht diese psychotisch stierende Plüsch-Version von Gary gemeint. Ich fand nur auf die schnelle kein passenderes Bild.
Kurze Vorgeschichte: Ich habe seit kurzem zwei interessante neue Mitbewohnerinnen. Beide Erstis, beide jung und das erste mal auf sich allein gestellt. Das Leben ist eine große Party - die vor allem in unserer Wohnung stattfindet.
Vor dem Pokerturnier (32 Teilnehmer auf guten 25qm Wohnzimmer) letzten Monat konnte ich noch recht geschickt fliehen. Nun steht, wie ich gerade erfahren habe, nächste Woche eine "Weihnachtsfeier" mit unbegrenzter und bisher unbestimmter Teilnehmerzahl an. Hurra.
Und um die Sache perfekt zu machen, schleppt meine spezielle Freundin, Mitbewohnerin 1, nennen wir sie mal "Lieschen", heute Abend stolz wie Oskar ein unförmiges, schwarzes, großes Ding an.
"Oh, was hast du denn da mitgebracht?"
"Eine Bassbox!", strahlt Lieschen mich an. "Cool, oder?"
"Die ist ja ganz schön groß..."
"Findest du? Naja, die von meinem Bruder ist größer."
(Ich komme mir in Gesprächen mit ihr oft vor wie in einem Sketch. Manchmal muss ich auch ein bisschen lachen.)
Begeistert machte sie sich daran, das, wie sie mir erklärte, schneckenförmige Teil im Wohnzimmer aufzubauen und anzustöpseln. Das war der Moment, in dem ich mich empfahl. Noch während ich begann, diesen Eintrag zu tippen, dröhnte "Candy Shop" (heißt das Lied so?) mit fetten Bässen durch die Wohnung. Juchu, es funktioniert offenbar. Mist.
Für den Fall, dass ich das zufällig
doch nicht selbst gehört hatte, klopfte es sogleich an meiner Zimmertür und man überbrachte mir die frohe Botschaft.
Ja, ganz toll, Lieschen. Super Sache. *hüstel*
Ich freue mich schon tierisch darauf, morgen früh statt von den üblichen ungebetenen blechernen Radioklängen nun von sanften, gemütlichen BASS-Klängen geweckt zu werden. Das wird ein Spaß.
Gute Nacht, liebe Kinder,
eure olle Spielverderber-WG-Mami