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Mittwoch, 15. Januar 2014

Stürmische Begrüßung (mit Video)

Es gibt wieder Neues aus meiner Mini-Unterwasserwelt, nämlich neue Bewohner! :) Heute habe ich 2 helle und 2 dunkle Turmdeckelschnecken eingesetzt. Das sind sehr nützliche Tierchen, denn sie leben teils im Bodengrund, wo sie a) den Boden durchlüften und Fäulnis verhindern und b) pflanzliche "Abfälle" im Boden wegfuttern. Die Regenwürmer des Aquariums quasi. Und das sind sie:






Und dunkel:




Hübsch, oder? Ich kann mich gar nicht entscheiden, welche Variante mir besser gefällt. Wie man auf den Bildern schon erahnen kann: die Schnecken waren nach dem Einsetzen direkt von vielen Garnelen umringt. Offenbar waren die Mikroorganismen auf dem Panzer sehr schmackhaft. Ist ja auch mal was anderes als der Fraß, den es im eigenen Becken immer so gibt. ;)

Damit man sich das unglaubliche Gewusel dieser stürmischen Begrüßung etwas besser vorstellen kann, habe ich euch ein kleines Video hochgeladen. Viel Spaß beim Garnelenkino!


Sonntag, 12. Januar 2014

Kahlschnitt und Zensus

Wenn das neue Jahr beginnt, und erst recht bei so einem Frühlingswetter, bekomme ich immer einen Aufräum-, Ausmist- und Putzrappel. Normalerweise geht es dann irgendeinem zugemüllten Regal an den Kragen, heute allerdings musste mein geliebtes Aquarium dran glauben. Das Flammenmoos hatte nämlich inzwischen das ganze Becken zugewuchert. An sich finde ich das nicht schlimm, das ist ja schließlich auch ziemlich hübsch. Nur leider schwamm es mehr oder weniger frei im Becken und raubte den kleineren Pflänzchen das Licht. Also raus mit dem ganzen Kram und einen Teil schön neu aufs Gitter gebunden, damit es etwas geordneter neu wachsen kann.

Hier der Vergleich:


Ja, ihr habt recht. Vorher war es hübscher... :/ Meine Garnelen haben auch ganz schön blöd geguckt, dass ich ihnen einfach ihren kuscheligen Wald geklaut habe. Aber keine Sorge, das wächst auch alles wieder nach. Und zwar schneller, als man gucken kann. ;) Nur dass ich dieses mal besser drauf achten werde, dass es regelmäßig gestutzt wird und die bodennahen Pflanzen dabei nicht zu kurz kommen.

Dafür haben die Garnelen heute direkt mal ne gesellige Fete geschmissen, wo sie von ihrer gemütlichen "Couch" vertrieben wurden. Der etwas aufgewühlte Bodengrund bot schließlich auch ein reiches Buffet.




Guten Appetit! Während dieser hemmungslosen Schlemmerei konnte ich wenigstens mal eine Populationszählung vornehmen, auch wenn die Herrschaften natürlich nicht extra still halten dafür. Ich kam dabei auf mindestens 20 Zwerggarnelen, somit hat sich mein Bestand immerhin verdoppelt. :)

Und da ich an einigen Weibchen jetzt auch wieder Eiflecken gesehen habe, gibt es mit etwas Glück bald endlich neuen Nachwuchs. Juchu!

Sonntag, 1. September 2013

Es werde Licht

Und zwar schnell, sonst geht mir mein Nano-Aquarium noch ein... :( Kürzlich beschloss meine Aquarienlampe, sie habe nun nach 5 Monaten genug geleuchtet. Und so ward es finster im Reich der Zwerge.

Da es ganz ohne O2 dann aber doch nicht geht, habe ich meine Schreibtischlampe mit einer Tageslichtbirne ausgestattet und hoffe nun das Beste, bis die Sache mit der Garantie geklärt ist.


Keine Ahnung, ob da überhaupt ausreichend UV-Licht ausgestrahlt wird. Sieht ja auch nicht sonderlich hell aus. Aber fürs erste bleibt mir nichts anderes übrig. Daumen drücken, bitte!

Montag, 8. April 2013

Es lebt! :)

Neues von der Nano-Aquarium-Front! Die Bewohner sind endlich alle eingezogen und ich möchte sie euch heute vorstellen.

Zuerst durften es sich bei mir drei blaue Posthornschnecken gemütlich machen. Hübsch, nicht wahr?

Ich versuche noch, ein besseres Bild zu machen...
Und sie vermehren sich schon wie verrückt. Mein Becken ist mit lauter winzigen Mini-Schnecken bevölkert, gerade mal einen Millimeter groß. Scheint also ganz passabel zu sein, ihr neues Zuhause. ;)

Und letzten Donnerstag habe ich dann elf "Red Fire"-Zwerggarnelen dazu geholt und was soll ich sagen - ich liebe sie.



Nicht alle Exemplare sind so leuchtend rot gefärbt. Meistens handelt es sich bei denen mit der kräftigen Farbe um Weibchen. Männchen und Jungtiere sind fast durchsichtig und nur schwach pigmentiert:


Sie sind wirklich ziemlich klein (1 bis etwa 2,5 cm), aber das möchte ja wohl auch sein, wenn man eine Zwerggarnele ist. Ich finde sie ziemlich faszinierend und könnte ihnen ewig zugucken, wie sie so durchs Becken wuseln, die Moosbälle abweiden und sich um Futterbrocken zanken.

Was sagt ihr? Toll oder eklig? :D

Donnerstag, 7. März 2013

Blubb!

Heute möchte ich wieder von meinem Projekt Nano-Aquarium berichten. Denn heute habe ich es endlich eingerichtet! :) Ich zeige euch auch Fotos, versprochen!

Doch zunächst ein paar Worte vorweg, denn nicht alles lief so glatt wie erhofft. Wie ihr wisst, hatte ich meine Pflanzen brav zum Wässern in Schalen gelegt. Doch trotz täglichen Wasserwechsels und Beleuchtung mit der Aquarienlampe schienen zwei Pflanzensorten nach und nach einzugehen. Tausendblatt und Schwertpflanze wurden immer wabbeliger und brauner. Ich hoffte, sie würden sich noch aufrappeln, denn faule Pflanzen ins Aquarium zu setzen erschien mir nicht so sinnvoll. Leider war das Warten in den meisten Fällen umsonst und ich musste vieles aussortieren. Als ich sah, dass zumindest einige der tot geglaubten Zwergpflanzen neu austrieben und Wurzeln bildeten, schöpfte ich Hoffnung und setzte mich heute also daran, das Aquarium endlich aufzusetzen.

Anderthalb Stunden, viele Flüche, abgeschnibbelte Pflanzenteile und Wasserpfützen später war es dann vollbracht. Seht selbst:


In Natura sieht es noch schicker aus, ehrlich! ;) Im Vordergrund sieht man die hellgrünen Helferis und die kugeligen Mooskugeln. Das dunkle links ist die Mangrovenwurzel, die leider immer noch ziemlich ausfärbt.


In der Mitte - leider kaum zu sehen - landete das Flammenmoos. Im Hintergrund rechts habe ich die unverwüstlichen Ludwigias gepflanzt, die sogar beim Wässern schon reichlich neue Wurzeln und Triebe gebildet haben. Ich fürchte, irgendwann wuchern die mir das Becken zu. Momentan freue ich mich einfach nur, dass sie gut gedeihen. Und hinten links kauern sich die kläglichen Reste des Tausendblatts. Drei Stängel habe ich noch für potentiell überlebensfähig befunden und einfach mal eingepflanzt, aber ob die sich erholen, steht in den Sternen.Jetzt sehen sie eher traurig aus.
Die Zwergschwertpflanzen sind auf dem Bild nicht zu sehen, weil ich sie radikal zurückgeschnitten habe, sodass nichts braunes mehr daran war. Diese Stümpfe habe ich noch ein wenig im Becken verteilt und hoffe nun, dass da vielleicht noch was geht.

So viel zu den Pflanzen. Die Technik besteht nur aus einer Lampe und einem kleinen Innenfilter mit Schwamm. Letzterer macht im wahrsten Sinne des Wortes ne ordentliche Welle und wirbelt das Wasser ganz schön durcheinander. Ob das nachher für die Garnelen so gut ist? Immerhin ist er leiser als befürchtet und brummt gemütlich vor sich hin.

Ab morgen heißt es: täglich Nitritwert testen und alles genau im Auge behalten. Am liebsten würde ich schon eine Schnecke einsetzen, aber ich kenne leider keinen Aquarienfreund, der mir eine geben könnte und in der Zoohandlung kosten die winzigen Tierchen um die 5 Euro pro Stück. Da lasse ich mir noch irgendwas einfallen.

Entschuldigt mich, ich muss jetzt mein Becken anstarren gehen. ;)

Mittwoch, 13. Februar 2013

Mein Schaaatz! - Start in die Nano-Aquaristik

Freude, Freude! Heute kam mein Paket mit dem Aquarienzubehör in einer tollen Styropor-"Schatzkiste" an. Juchu! Endlich der Startschuss für mein Projekt Nano-Aquarium!



Besonders habe ich mich auf die Pflanzen gefreut, die ja den ersten Schritt bei der Beckengestaltung darstellen. Ich habe mich aus optischen und garnelentechnischen Gründen für folgende wohlklingende Pflänzlein entschieden, geordnet von Vordergrund- zu Hintergrundpflanzen:

- Mooskugeln / Cladophora aegagrophila / Aegagropila linnaei
- Sternpflanze / kleiner Stern / Pogostemon helferi (klingt wie ein Helferlein-Pokémon, oder? *kicher*) 
- Zwergschwertpflanze / Echinodorus tenellus 
- Flammenmoos (bei mir eher noch schwelende Glut als Flamme...) / Versicularia
- Kriechende Ludwigie / Ludwigia Repens
- Grünes Tausendblatt (auch wenns bei mir ziemlich rot ist) / Myriophyllum hippuroides

Am liebsten hätte ich sie alle sofort ins Aquarium gesetzt, aber Aquaristik ist leider kein Hobby für Ungeduldige... Da die Pflanzen in der Gärtnerei und / oder beim Händler gerne mal mit Unmengen an Dünger und Insektiziden behandelt werden und gerade Letzteres von Garnelen nicht so prickelnd gefunden wird, müssen alle Pflanzen zunächst bis zu einer Woche gewässert werden. Das heißt, sie lagern zunächst in Eimern oder Schalen, deren Wasser täglich gewechselt wird, bis alle Schadstoffe aus den Pflanzen ausgeschwemmt wurden.

Einige meiner Wasserpflanzen kamen in einem Töpfchen mit Steinwolle an, so wie die Zwergschwertpflanze.Was zunächst nach einer zusammenhängenden Pflanze aussieht, sind eigentlich viele kleine Pflänzchen, wie man beim Entfernen der Steinwolle sehen kann. Die muss nämlich vor dem Wässern unbedingt ab, da in ihr ebenfalls Insektizide & Co. gespeichert werden.





Und das Abpulen der Steinwolle ist wirklich eine Fusselarbeit...!


Nachdem das alles geschafft war, konnten alle Pflänzchen in ihr provisorisches neues Heim ziehen. Im Aquarium sehen sie später bestimmt noch schicker aus. ;)



Ebenfalls gewässert wird die heute im Zooladen frisch erstandene Mangrovenwurzel. Auch da sollen eventuelle Schadstoffe ausgespült werden, vor allem muss sie sich aber mit Wasser vollsaugen, weil sie sonst schwimmt.Auf dem Bild sieht man auch die Beweis-Luft-Blubberblase.


Jetzt heißt es warten, Wasser wechseln und möglichst nichts Neues online bestellen. ;)

Mittwoch, 6. Februar 2013

Challenge accepted!

Nachdem sowohl der Umzug, als auch das Studium geschafft sind, wird ein neues Projekt in Angriff genommen. Pffft, Studium! Ich wage mich jetzt an etwas richtig Kompliziertes! ;)

Ein Nano-Aquarium! :D

Um sowas bin ich vor einer Weile schon mal rumgeschlichen, weil ich Aquarien so schön beruhigend zum Anschauen finde und keinen Platz für ein "richtiges" großes Becken habe. (Außerdem hatte ich keine Lust, mehrere hundert Liter Wasser die Woche zu wechseln.... ^^) Aber jetzt habe ich anlässlich meines Abschlusses so ein Nano-Aquarium-Set geschenkt bekommen und kann tatsächlich loslegen. Naja, dachte ich jedenfalls, denn ganz so einfach ist das alles offensichtlich nicht, wie bereits eine kurze Google-Recherche zeigt. Allein die Wasserchemie ist für Anfänger erst mal ein Buch mit sieben Siegeln. Noch dazu soll es in kleinen Becken (bei mir sind es 20l) sehr viel schwieriger sein, ein stabiles Ökosystem aufzubauen, als in großen.

Außerdem hat wohl jeder Aquarianer so seine eigenen Erfahrungen und Geheimrezepte, sodass man kaum allgemein gültige Aussagen findet und vermutlich selbst ein wenig experimentieren muss. Und der "Fachhandel" versucht einem einzureden, dass man zig verschiedene Mittelchen fürs Wasser natürlich unbedingt braucht, noch dazu gefühlte Myriaden verschiedene Futtermittel, Wassertests und high-tech-Ausrüstungsgegenstände. Gar nicht so leicht, sich zurechtzufinden!

Dennoch habe ich inzwischen einen Plan und muss mich jetzt nur noch entscheiden, woher ich meine Pflanzen und Tiere beziehen werde. Tiere? Keine Sorge, in so ein Mini-Becken kommen natürlich keine Fische! Nein, bei mir sollen Zwerggarnelen einziehen.

Ich bin schon ganz gespannt, ob das alles so klappt, wie ich mir das wünsche! :)